Unsere Arbeit in und um Lüneburg

Partner in Sachen Naturschutz

Neben der geplanten, aktiven Naturschutzarbeit vor Ort auf den Orchideenwiesen, an den Krötenzäunen oder an neuen Feuchtbiotopen beschäftigen uns auch ständig brand-aktuelle Themen.

Drohendes Fracking in unserem Landkreis, die schwierige Problematik der Alpha E-Variante, die massiven Flächeninanspruchnahmen in Stadt und Landkreis Lüneburg, die aktuellen Wasser/Grundwasserprobleme oder aber auch die flächendeckenden, übertriebenen Pflegemaßnahmen im Stadtbereich sowie auf  kommunaler Ebene an den Straßenrändern mit all ihren Schäden.

Wenn Sie sich dafür interessieren, Hinweise aber auch Kritik haben oder an einem der Themen mitarbeiten wollen, melden Sie sich bei uns.

 

Ansprechpartner:

T. Mitschke, Tel. 04131-402544 (hier auch AB nutzen - Sie werden umgehend zurück gerufen) E-Mail: info@nabu-lueneburg.de 

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NABU fordert Masterplan für Stadtentwicklung sowie Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplanes

Um das akute Wohnraumproblem in Lüneburg umfassend lösen zu können, fordert die NABU-Kreisgruppe Lüneburg ein klares Konzept, einen Masterplan für die nächsten 15-20 Jahre. Der tiefe ökologische Fußabdruck den wir derzeit auch auf lokaler Ebene hinterlassen, welcher den einhergehenden Verlust der biologischen Vielfalt fördert, ist so nicht mehr hinzunehmen! Wir müssen uns der Verantwortung, welche wir gegenüber unseren Kindern, unseren nachfolgenden Generationen sowie gegenüber der Natur selbst haben, endlich stellen! Lesen Sie hier mehr! Das es auch anders geht, zeigen uns Städte wie Offenbach. Dort arbeiten Stadt und Unternehmen Hand in Hand an einem Masterplan für die nächsten 15 Jahre. Dieser Masterplan soll die notwendigen Flächen für eine aufstrebende Entwicklung zeigen. Das Rad muss nicht neu erfunden werden, andere Städte machen es erfolgreich vor! Überfällig ist auch eine Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplanes (FNP) vor der Umsetzung des Wohnungsbauprogrammes und der damit einhergehenden Ausweisung immer neuer Baugebiete!

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Bewahrung der biologischen Vielfalt

warnt:

 

Von 690 Biotoptypen sind in Deutschland 72,5% gefährdet!

 

28% der untersuchten Wirbeltiere sind in ihrem Bestand gefährdet,

8% gelten als ausgestorben

 

Stetige Abnahme von Insekten aller Art, vornehmlich Tag- und Nachtfalter, Wildbienen inkl. Hummeln

 

 

Alle Statistiken, alle Zahlen, alle gesellschaftlichen, wirtschaftlichen sowie politischen Rahmenbedingungen, die meisten politisch getroffenen Entscheidungen sowie fortschreitender maßloser Wachstum belegen zur Zeit:

 

Der Verlust der BiologischenVielfalt ist ohne klaren Kurswechsel in allen Handlungsfeldern nicht mehr aufzuhalten!

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Auch mit Sicht auf

die lokale Stadt- und Kreisebene Lüneburg

verweist der NABU auf

folgende Mängel bzw. Defizite:

 

Biologische Vielfalt in der administrativen und parlamentarischen Praxis mit zu wenig Beachtung und Gewichtung!

Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt ohne spürbare Priorität im politischen Tagesgeschäft im Rathaus aber auch auf Kreisebene!

Maßnahmen, Vorhaben oder Vorschläge aus der lokalen Politik werden nur ganz selten von Biodiversitätskriterien evaluiert!

Kaum Fürsprecher in den Führungsebenen von unseren lokalen Parteien!

Biologische Vielfalt kollidiert fast immer mit anderen politischen Themen und Zielen!

Nachhaltigkeitspolitik, gemessen an dem Erhalt der biologischen Vielfalt in Stadt und Landkreis Lüneburg in einem erschreckend rudimentären Zustand!

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Masterplan für Stadtentwicklung gefordert

Wohnraumbeschaffung und Naturschutz dürfen sich nicht ausschließen

Um das Wohnraumproblem in Lüneburg umfassend lösen zu können, bedarf es eines klaren Konzepts, eines Masterplans für die Stadtentwicklung der nächsten 15-20 Jahre. Der Masterplan muss im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung insbesondere Wohnungsbau und Gewerbeflächen, Verkehrsführung, Klimasituation der Stadt, Grünflächen und ökologisch wertvolle Flächen berücksichtigen. Dieses erfordert allein schon die Verantwortung für unsere Kinder und Enkel. Die Stadt Lüneburg verfolgt gute Ansätze wie den politisch beschlossenen Grüngürtel im Westen, die Mitgliedschaft im Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt sowie die Nachhaltigkeit politischen Handelns. Angesichts der aktuellen Lage riskiert die Stadt diese Ziele zu opfern. Die Zukunftsfähigkeit der Stadt Lüneburg muss jedoch auf zwei gleichberechtigte Säulen gestellt werden: ausreichender und bezahlbarer Wohnraum einerseits und die Sicherung der biologischen Vielfalt andererseits. Schließlich stellen eine intakte Umwelt und die biologische Vielfalt unsere Lebensgrundlage dar. Diese darf nicht aufs Spiel gesetzt werden!                                

Fortschreitende Flächenverschwendung und Fehlplanungen müssen angesichts der momentanen prekären Lage abgestellt werden. Wir brauchen eine zukunftsfähige Stadtentwicklung, eine Übersicht welche WE in welcher Form vorhanden, gerade im Bau oder schon fertig geplant sind. Es müssen andere Wohnformen auf den Prüfstand, Mehrgeschossbauten dem Eigenheimbau vorgezogen werden.   

Eine Prüfung vorhandener Ressourcen, eine bessere Flächenausnutzung soll vor allem eines verhindern:       

den drohenden ökologischen Kahlschlag!

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Dialogforum Schiene Nord

Abschlussbetrachtungen

Keine Unterschrift des NABU unter das Abschlußdokument des Dialogforums - Warum?

Die Alpha-Variante hat eine, im damaligen Forum gern verschwiegene, anfällige Achillessehne:

Die Strecke von Hamburg nach Celle über Lüneburg!

Diese ist schon jetzt mit Güterverkehr oft hoffnungslos überlastet. Mit Auswirkungen auch auf den Personennah- bzw. Fernverkehr. Die für 2030 prognostizierten drastischen Verspätungen sind schon jetzt oft an der Tagesordnung. Schon jetzt ist der Personenverkehr für viele Pendler zu unsicher und wenig attraktiv, ein Wechsel auf die Strasse von einer breiten Masse längst vollzogen.

Ein kompletter Umstieg vor allem des Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene erscheint hier aussichtlos. Eine Zunahme des Güterverkehrs um zwei Drittel zeichnet sich auf der jetzt schon hoch belasteten Strecke ab. Dabei werden sich aber bei Engpässen die Container nicht im Hamburger Hafen stapeln, sondern diesen trotzdem verlassen. Sie werden auf die Strasse verlagert.

Dies hat anhängend katastrophale Auswirkungen auf die Klimabilanz, der Strassenverkehr (LKW/PKW) manifestiert sich somit weiter als einer der bedrohlichsten Klimakiller auch auf nationaler Ebene.

Dass hier die CO2-Emissionen gegenüber dem Schienenverkehr das Vierfache betragen, kann und will der NABU nicht ausblenden.

Mit dem Wissen um die Problematik des Klimawandels, mit der Reflektion, das „2Grad-Maximum“ nicht zu gefährden, konnte der NABU in Celle die Alpha E-Variante nicht einfach mit dem Mainstream im Forum durchwinken.

Der NABU setzt sich neben aktiven Natur-, Arten-, Biotop- und Umweltschutz auch für wirksamen Klimaschutz auf allen Ebenen ein.

Deutschland ist weltweit als sechstgrößter CO2-Emittent bekannt, bei der Optimierung des Hafenhinterlandverkehrs gilt es daher auch für unsere nachfolgenden Generationen, Verantwortung zu übernehmen.

Im Bereich Hamburg – Celle zeichnet sich eine stetig zunehmende komplizierte Sachlage ab. Da auch der Ausbau Lübeck-Lüneburg für den BVWP angemeldet wurde, kann der Nutzungsdruck weiter stetig zunehmen (momentan Elbbrückenproblem in Lauenburg).

Ein drittes Gleis wird die nötigen Kapazitäten nicht generieren, ein viertes wäre nötig, wird offen diskutiert und von der DB selbst ins Spiel gebracht. Simultan dazu wächst ein nicht zu unterschätzender täglicher politischer Druck vor Ort!

Eine Gesamtbeurteilung braucht eine fachliche Analyse mit Tiefenschärfe, ein eindeutiges Setzen von Prioritäten, eine Beantwortung der Frage: „Was wollen wir?“.

Mit Sicherheit sind hier auch nachfolgend unbequeme Abwägungsprozesse zu bewältigen.

Erkannt haben das neben den Hansestädten Lüneburg und Hamburg sowie dem Landkreis Lüneburg vorwiegend überregional tätige Verbände und Organisationen, wie der VCD, der Verband Deutscher Verkehrsunternehmer (VDV), BI Deutsch-Evern21, die Pro Bahn, IHK oder die Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Seehäfen.

Eisenbahnverkehrsunternehmen und die Seehäfen bewerten die mit einer niedrigen positiven Nutzen-Kosten-Verhältnis behaftete Alpha-Variante als kritisch.

Eine Unterzeichnung des Abschlußdokumentes hätte nicht nur die oben aufgezeiten Probleme billigend in Kauf genommen. Eine Unterzeichnung hätte auch toleriert, dass bereit stehende Unterlagen für naturschutzfachliche Untersuchungen von der DB zurück gehalten worden sind, Anträge nicht bearbeitet worden, Arbeitskreise beeinflusst worden sind. Bei zwei Dritteln der Beteiligten des Forums hatte das Ausblenden der klassischen Y-Variante oberste Priorität. Das gesamte Dialogforum wirkte in seiner Gesamtheit gesteuert, demokratische Verhältnisse bei Abstimmungen fehlten oft gänzlich. Vertreter aus Deutsch Evern oder die Nachbarn aus Schleswig-Holstein (Hamburg-Büchen) wurden nicht beteiligt. Auch der jetzige bekannte niedrige Kosten-Nutzen-Faktor wird sich weiter verschlechtern, wenn zwingend Kosten wie erhöhter Lärmschutz einberechnet werden.

Unabhängig davon, begrüßt der NABU eine schnelle Umsetzung der anderen wichtigen Maßnahmen im Rahmen der beschlossenen Alpha E-Variante.

Das aus unserer Sicht eher unbefriedigende Ergebnis des Dialogforums Schiene Nord finden Sie hier.

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Wenn zuviel Pflege schadet

Alltag in Lüneburg - Die NABU-Kreisgruppe klagt an:

Lüneburg-Kreideberg, Elbinger Strasse - aber es passiert so auch in vielen anderen Stadtteilen,

Blütenteppiche werden ohne Handlungsbedarf einfach abgemäht. Die NABU-Kreisgruppe beklagt das Vernichten wertvoller Nahrungshabitate in einer ohnehin schon sehr kargen, ausgeräumten Fläche. Es wird aus betriebsbedingten Gründen auch mitten in der Hauptflugzeit der Insekten gemäht, so werden nicht nur die Blütenstände selbst sondern auch die auf Nahrungsuche befindlichen Honigbienen, Hummeln und vereinzelten Wildbienen mit vernichtet.

Auch gärtnerisch macht das Mähen des ohnehin schon vorhandenen kurzen Rasenteppichs keinerlei Sinn. Der Rasen kann sich nicht selbst beschatten, ist somit der momentanen starken Sonneneinstrahlung und der verbundenen Hitze schutzlos ausgeliefert.

 

Die NABU-Kreisgruppe warnt eindringlich:

Falsches Verständniss von Ordnung, Sauberkeit und Pflege in unseren Grünanlagen führt auf Dauer zum Artenverlust und somit zum völligen Niedergang der Biodiversität. Schon jetzt sind deutliche Rückgänge bei Schmetterlingen, Tag- und Nachtfaltern, Hummeln und Wildbienen zu registrieren. Neben der Verknappung an Lebensräumen sind vor allem mangelnde Nahrung, d.h., Pollen- und Nektarspendende Blüten signifikante Gründe.

Vollziehen wir hier nicht eine deutliche Kehrtwende, kommt es hier nicht zu einem Umdenken, gehen wir sehenden Auges auf tote, leblose Grünanlagen und -flächen zu. Auch die Auswirkungen auf die Nahrungsketten sind dramatisch, denn Insekten leben von Insekten, Vögel brauchen Insekten usw.!

Die NABU-Kreisgruppe empfiehlt hier dringend deutlich weniger zu mähen bzw. Inseln oder Formen stehen zu lassen. Ein Zugewinn für die Optik in der Wohnanlage und gleichzeitig Nahrung- und Rückzugsgebiet für die Insekten.

kurzer aber wertvoller Blütenteppich, u.a. Weißklee

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Gewässer und Grundwasser in keinem guten Zustand

Bis zum 22. Juni 2015 konnte die Öffentlichkeit zu den Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmenprogrammen zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) Stellung nehmen. Diese sind die Basis der Gewässerbewirtschaftung für die nächsten sechs Jahre bis 2021. Die Pläne zeigen den desolaten Zustand der Grundwasservorkommen und der Oberflächengewässer (Flüsse, Seen, Küstengewässer) in Deutschland. Das ursprüngliche, im deutschen Wasserhaushaltsgesetz (WHG) verankerte Ziel der EG-Wasserrahmenrichtlinie, bis zum 22. Dezember 2015 unsere Gewässer und Grundwasservorkommen in einen guten Zustand zu versetzen, wird fast flächendeckend verfehlt. So wird der chemische Zustand wegen zu hoher Quecksilberkonzentrationen in der belebten Umwelt in keinem deutschen Gewässer erreicht. Der gute ökologische Zustand wird hingegen wegen zu hoher Nährstoffbelastungen und Defiziten der Gewässerstruktur in fast allen Bundesländern lediglich im einstelligen Prozentbereich erreicht. Die Nährstoffproblematik ist auch der Hauptgrund, warum die Ziele in den Grundwasserkörpern verfehlt werden.

Leider zeigen die Maßnahmenprogramme der Länder und der Flussgebietsgemeinschaften keine ambitionierten Planungen, um die Ziele nun wenigstens innerhalb des nächsten Bewirtschaftungszyklus bis 2021 zu erreichen. Vielmehr werden Gründe für die weitere Verzögerung angegeben wie z.B. fehlende personelle und finanzielle Ressourcen, Schwierigkeiten in der Bereitstellung von Flächen sowie fehlende Umsetzung auf Grund des Freiwilligkeitsprinzips. Diese Gründe sind zwar nachvollziehbar, aber rechtlich nach § 29 WHG nicht zulässig. Die Länder haben deshalb die Pflicht, entsprechende Strategien und Instrumente zu entwickeln, mit denen die Ziele unter den bekannten Schwierigkeiten umgesetzt werden können. Auch die EU sieht das bisherige Vorgehen, sich ausgehend von einem ungenügenden Status Quo lediglich in die richtige Richtung zu bewegen, als nicht ausreichend an.

Aus Sicht des NABU müssen die Ziele der WRRL viel stärker als bisher rechtlich verbindlich in andere Politikbereiche und Fachplanungen integriert werden. Eine gute Chance ist deshalb die anstehende Novelle der Düngeverordnung, bei der hohe Standards zum Gewässer- und Grundwasserschutz gesetzt werden müssen. Aber auch in anderen Bereichen wie der Energiepolitik gibt es ein hohes Potential, durch einen Ausstieg aus der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen wie Kohle (Hauptverursacher von Quecksilbereinträgen) oder eines Fracking-Verbots, schädlichen Einträgen in Grundwasser und Oberflächengewässer entgegen zu wirken. Zahlreiche Synergien bestehen auch bei Maßnahmen zu einem naturnahen Hochwasserschutz (Deichrückverlegung) oder bei der Umsetzung von Maßnahmen für wasserabhängige Arten und Lebensraumtypen nach der FFH-Richtlinie. Desweiteren müssen die zuständigen Behörden personell in die Lage versetzt werden, politisch und organisatorisch unabhängig die Maßnahmenumsetzung auf fachlicher Grundlage voranzubringen. Solche Ansätze und Forderungen müssen deutlich sichtbar in die Entwürfe der Maßnahmenprogramme eingearbeitet werden.

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Hochwasserschutz Elbe

Bitte kopieren Sie folgenden Link in Ihren Browser um eine Übersicht in die Gesamtposition des NABU zu bekommen:

https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/lebendigefluesse/141021-nabu-grueneliga-positionspapier_hochwasserschutz_.pdf

Erstellung eines gemeinsamen Rahmenplanes mit dem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern für Hochwasserschutzmaßnahmen

In den vergangenen Monaten ist dabei ausreichend auf die einzige momentan umsetzbare Maßnahme, dem Rückschnitt der Verbuschung, eingegangen worden. Tatsächlich werden diese Maßnahmen den Hochwasserpegel nur um wenige Zentimeter senken können. Dass diese wenigen Zentimeter von ganz entscheidender Bedeutung sein können, ist unstrittig. Denoch bezahlt hier in erster Linie die Natur.

Der Rückschnitt ist nur ein erster Schritt im Zuge des Maßnahmenkataloges. Weitere wichtige Maßnahmen, wie die Rückverlegung oder der Neubau von Deichen, Flutpoldern- und rinnen sowie der Anschluss von Altarmen, werden eruiert.

Dem NABU Lüneburg reicht das unter Einbeziehung der letzten Hochwasser aber auch der wohl nicht aufhaltbaren Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels nicht aus. Es braucht Lösungen auch für die nachfolgenden Generationen.

Der NABU fordert die Kommunen, Behörden, Deichverbände sowie den zuständigen Landesbetrieb sowie die Biossphärenreservatsverwaltung auf, sich umgehend mit der Sedimentproblematik zwischen der Staustufe Geesthacht und Hitzacker auseinanderzusetzen.

Hierbei bedarf es einer genauen Tiefenschärfe, da auf Grund der möglichen Belastungen durch Dioxin (PCDD/F) auch der Schutz der menschlichen Gesundheit, der Schutz von aquatischen Lebensgemeinschaften sowie der Meeresschutz von herausragender Bedeutung ist.

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Fracking

Foto: T. Mitschke
Foto: T. Mitschke

Flashmob gegen Fracking auf dem Rathausplatz Lüneburg 

Zusammenfassung der NABU-Position zur Förderung von Erdgas durch Fracking

 

Der rechtliche Umgang mit Vorhaben zur Erkundung und Gewinnung von konventionellen und unkonventionellem Erdgas in Deutschland kann derzeit keinen ausreichenden Schutz von Mensch und Natur gewährleisten.

Der NABU fordert daher ein klares Verbot der Fracking-Technologie in Deutschland sowie die Anpassung des Rechtsrahmens über das Wasserhaushaltsgesetze (WHG) sowie die Umwelt-

verträglichkeitsprüfungs-Verordnung Bergbau (UVP-V Bergbau) hinaus, um die Gefahren und Risiken für Mensch, Natur und Wasser für die Gewinnung fossiler Energieträger, ob konventionelle oder unkonventionell, zu bannen. Die Erfahrungen der derzeitigen Genehmigungspraxis zur Gewinnung von Erdgas aus konventionellen Lagerstätten sowie zur Erkundung von unkonventionellen Lagerstätten zeigen, dass die derzeitige Rechtslage Risiken und Gefahren nicht hinreichend auszuschließen vermag und somit erheblicher Anpassungsbedarf der derzeitigen Rechtspraxis besteht.

 

Dazu muss/müssen

• das Bundesberggesetz grundlegend novelliert werden. Bergbauliche Vorhaben wie Fracking müssen einer verpflichtenden Umweltverträglichkeitsprüfung im Rahmen der UVP-V Bergbau sowie einer obligatorischen wasserrechtlichen Überprüfung unterzogen und öffentliche Interessen und Belangen in die Versagensgründe einer Aufsuchungserlaubnis aufgenommen werden. Unternehmen müssen den Nachweis der Unbedenklichkeit erbringen (Beweislastumkehr in Bundesberggesetz und im Bergschadensrecht).

• die Genehmigungen von Fracking-Vorhaben an technische und ökologische Mindeststandards gekoppelt werden. In geschützten Gebieten und deren Umfeld (Einrichtung von angemessenen Pufferzonen) sollte die Erkundung und Gewinnung von konventionellem und unkonventionellem Erdgas mittels Fracking grundsätzlich in Bundesberggesetz und Wasserhaushaltsgesetz untersagt werden,

• die Öffentlichkeit an den Genehmigungsprozessen rechtlich verpflichtend beteiligt werden.

• konkurrierende Nutzungsmöglichkeiten z.B. durch Geothermie oder Druckluftspeicherung in Form von Raumordnungsplänen für den geologischen Untergrund geregelt werden.

 

Das komplette Positionspapier finden Sie hier:

https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/energie/nabu-position_fracking.pdf

 

Der NABU Lüneburg verweist hier noch auf grundlegende Probleme in unserem Landkreis:

 

Grundwasser

Grundwasser wird in den nächsten Jahren einen immer höheren Stellenwert einnehmen. Neben dem fortschreitenden Klimawandel, neben fehlender Neugewinnung von Grundwasser und dem Wasserbedarf aus Hamburg wird vor allem die Feldberegnung eine immer größere Rolle spielen.

Fracking benötigt Unmengen an Wasser, wobei es momentan keine techn. Möglichkeiten gibt Lagerstättenwasser aufzubereiten und es ist auch nicht geklärt, wie dieses dann gelagert werden soll. Außerdem droht gerade hier in unserem Landkreis die Versalzung des Grundwassers durch Fracking.

Flächenverbrauch

Fracking verbraucht Flächen, allein landwirtschaftliche Flächen sind nicht nur in unserem Landkreis knapp sondern verteuern sich stetig. Neben dem scheinbar grenzenlosem Wachstum und den damit verbundenen Flächenverbrauch wäre Fracking ein weitere schädliche Triebfeder für die nationale Nachhaltigkeitsstrategie.

Erdbebengefahr

Die nicht voraus schaubaren Folgen von Erdbeben und deren Verschiebungen wären u.a. für die Altstadt Lüneburg verheerend.

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