Unsere Position zur Fuchsjagd

Position des NABU-Bundesverbandes:

Der NABU-Bundesverband sieht im Fuchs eine jagdbare Art.

Allerdings fordert der NABU eine Jagd nach ethischen und nachhaltigen Grundsätzen.

In einem älteren Papier positioniert sich der NABU gegen Fallen- und Baujagd.

 

Position der NABU-Kreisgruppe Lüneburg:

Die NABU-Kreisgruppe Lüneburg lehnt die Fuchsjagd entschieden ab.

Begründung:

Die Fuchsjagd muss in seiner Gesamtheit, in all seinen Disziplinen betrachtet werden.

Solange es Fuchsjagd gibt, wird es auch immer die barbarische und quälerische Fallen- und Baujagd geben.

Wir verzichten hier in diesem Kontext ausdrücklich auf die verstörenden, erschütternden Bilder!

Anhängend gilt es auch die Ausbildung von Bauhunden in sogenannten Schliefenanlagen an lebenden Füchsen für die zukünftige Baujagd auf Fuchs (und Dachs) in natürlichen und künstlichen Bauen einzubeziehen.

 

Die NABU-Kreisgruppe stellt daher fest, dass Fuchsjagd in all ihren anhängenden Disziplinen und Ausführungen ethischen Kriterien nicht gerecht wird und lehnt daher diese kategorisch ab.

Auch nachhaltige Grundsätze fallen nicht in die Betrachtung, da über 90% der toten Füchse entsorgt werden und das sogenannte Fellwechsel-Projekt der Jägerschaft nur mit Subventionen am Leben gehalten wird. Produzierte Schlüsselanhänger, Kissen und anderer Kram ist keine nachhaltige Nutzung. Es gibt daher auch keinen sinnvollen Grund, Füchse zu bejagen. Auch der Vorwand, Niederwild zu schützen, ist längst widerlegt. Trotz massiven Abschlachtens des Fuchses in den letzten Jahrzehnten konnte der Niedergang des Rebhuhns z.B. in Niedersachsen oder Baden-Württemberg nicht verhindert werden. Statistiken belegen das eindrucksvoll.

Die NABU-Kreisgruppe Lüneburg lehnt die Fuchsjagd auch mit Fokus auf die seit Jahren aktuelle Mäuseplage ab.

Diese verursacht an Deichen, in Forsten und in der Landwirtschaft enorme Schäden und lindert die Lebensqualität der Bevölkerung u.a. in den Marschlandschaften enorm.

Wir stellen hierbei fest, dass hierbei der Fuchs kein Problemlöser im eigentlichen Sinne ist, verweisen aber einerseits darauf, dass mit der Jagd auf Füchse ausgerechnet der effizienteste Mäusejäger bekämpft wird und in diesem Kontext auch darauf, dass auch alle anderen Gegenspieler (Raubsäuger) wie Iltis, Stein- und Baummarder, Hermelin, Mauswiesel bis zur lokalen Ausrottung bejagt werden.  Im Gegenzug werden Mäuse mit massiven Gifteinsätzen in allen aufgeführten Handlungsfeldern bekämpft.

Werden alle Fakten kumuliert, kann es nur eine Forderung geben:

Fuchsjagd stoppen, den Fuchs aus der Liste jagdbarer Arten löschen!

 

Die NABU-Kreisgruppe stellt fest, dass der NABU-Bundesverband der letzten Novellierung des BJagdG zugestimmt hat. Er nimmt daher die barbarische Bau- und Fallenjagd auf Füchse, die fehlenden Schonzeiten, den Weiterbetrieb von Schliefenanlagen wissentlich in Kauf.  Fuchsjagd wird auch weiterhin keine ethischen, nachhaltigen und tierschutzgerechten Grundsätzen gerecht werden. 

Wir fordern daher den Bundesverband nebst Präsidenten auf, diesen Widerspruch endlich zu beheben!

Die NABU-Kreisgruppe Lüneburg unterstützt das Aktionsbündnis Fuchs.

Die Liste aller Unterstützer finden Sie hier:

 

https://www.aktionsbuendnis-fuchs.de/

 

Prominenteste Unterstützer sind u.a. der BUND, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Nordrhein-Westfalen, Wildtierschutz Deutschland e.V.Peter Wohlleben - Wohllebens WaldakademieDJGT - Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutz e.V.Bürgerinitiative Pro Fuchs Ostfriesland e.V.ÖDP Niedersachsen

 

 

Wertvolle Quellen zur Fuchsjagd:

https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/fellwechsel-2

https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/artenschutz3

https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/fuchs-luxemburg

https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/fuchsjagd

https://www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/fuchs

https://www.aktionsbuendnis-fuchs.de/

https://09ee64d3-0784-49b6-9554-5616c35b7378.filesusr.com/ugd/173a38_1f6e294c194548acb24d896320e2ed3e.pdf