Mücke frisst Frosch - Frosch frisst Mücke?

© C. Krökel
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Was ist denn eigentlich richtig oder gibt es beides?

 

Schauen wir uns doch Informationen über Frösche und Mücken an:

 

Europäische Laubfrösche kommen in großen Teilen Europas vor. Sie leben am Rand von Gewässern und angrenzenden Gebüschgruppen, Waldrändern oder Hecken, aber auch in Wiesen, Weiden, Gärten. Im Frühjahr sitzen Sie am Rand von Gewässern und später in Bäumen und Sträuchern bis zu 10m Höhe.

Eier und Laich:
Eier in walnussgroßen, kompakteren Klümpchen an Wasserpflanzen geheftet; Eizahl je Klümpchen 10 bis manchmal 100, Ei zweifarbig, oberseits braun bis hellbraun, unterseits gelblich-weiß, Eidurchmesser 1,5-2 mm, Hüllen 3-4 mm; Embyonen hellgelblich.

 

Nahrung:
In der Umgebung von Basel wurden rund 430 Kotballen auf Nahrungsreste untersucht. Die Männchen ernährten sich während der Ruheperiode zu 62% aus Käfern, Spinnen und Hautflüglern, erwachsene Laubfrösche im Sommerlebensraum zu 56% aus Ohrwürmern, Wanzen und Zweiflüglern.

In der Nahrung der Jungfrösche befanden sich zu 72% Hautflügler, Zweiflügler und Wanzen. Manchmal fressen sie aber auch Algen und Teile von anderen Pflanzen.

© Christine Horn
© Christine Horn

Feinde:
vor allem Vögel, unter anderen Waldkauz, Schleiereule, Neuntöte.

 

Leben:
am Rand von Gewässern und angrenzenden Gebüschgruppen, Waldrändern oder Hecken, aber auch in Wiesen, Weiden, Gärten; sitzen im Frühjahr am Rand von Gewässern und später in Bäumen und Sträuchern bis 10 m Höh.

 

Überwinterung:
Winterruhe von September/Oktober bis Ende März in der Wurzelregion von Bäumen und Sträuchern, in Fallaub- und Totholzsammlungen.


 

Die Weibchen der Gewöhnliche Stechmücke leben etwa 6 Wochen, die Männchen kürzer. Die Männchen nähren sich von Blütennektar und Wasser. Die Weibchen stechen gewöhnlich - sie müssen Blut sagen, damit ihre Eier reifen können.
Die Mückenschwärme, die an Sommerabenden über Uferwiesen tanzen bestehen bei uns in der Regel nur aus Männchen. Die Weibchen sitzen gemütlich im Ufergebüsch oder Schilf. Fliegt ein Weibchen in den Schwarm, erfolgt die Paarung, zu der die Tiere sich meist im Gras niederlassen.

© C. Krökel
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Eier und Larven und Puppen:
Weibchen legen ihre Eier in das Wasser, jeweils 200 bis 300 zu einem floßartigen Gebilde vereinigt, den Mückenschiffchen. Die Larven bewohnen Oberflächenschichten stehender Gewässer. Sie häuten sich 4x. Die dann entstehenden Puppen schweben auch an der Wasseroberfläche.

 

Ach, ja hier steht es:
Mücken gehören zu den Zweiflüglern oder Dipteren und Zweiflügler gehören zur Nahrung der Laubfrösche.
Wenn ich es mir also recht überlege ist der Frosch nur Landeplatz für Mücke - oder die Mücke rettet sich so vor dem Gefressen werden oder ist es doch anders?

Text: Petra Scheewe
Quellen Text:
Engelhardt, Wolfgang, 1996: Was lebt in Tümpel, Bach und Weiher? Frankh-Kosmos Verlags-GmbH&Co. und Nöllert, Andreas und Christel, 1992: Die Amphibien Europas. Frankh-Kosmos Verlags-GmbH&Co.