Arbeitsgruppe Eulenschutz

Foto Hans Jürgen Weidemann


Wo nisten Lüneburgs Eulen? Der NABU Lüneburg bittet um Mithilfe

 

Ob Schleiereule, Waldkauz oder Steinkauz – Eulen sind faszinierende Jäger der Nacht, doch ihre Brutplätze sind oft im Verborgenen. Die Arbeitsgruppe Eulenschutz des NABU Lüneburg möchte den Schutz dieser Tiere weiter verbessern und benötigt dafür die Unterstützung der Bevölkerung.

In vielen Scheunen, Kirchtürmen oder an alten Bäumen der Stadt und im Landkreis hängen bereits seit Jahren oder gar Jahrzehnten Nistkästen. Oft geraten diese jedoch in Vergessenheit, sind beschädigt oder müssten dringend gereinigt werden, um den Vögeln eine sichere Kinderstube zu bieten.

Haben Sie Hinweise?
Der NABU Lüneburg bittet alle Bürgerinnen und Bürger, bekannte Standorte von Eulennistkästen zu melden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kästen aktuell besetzt sind oder nicht. Jeder Hinweis hilft dabei, eine aktuelle Bestandsaufnahme zu erstellen und die Pflegemaßnahmen für die kommende Brutsaison zu planen.

So können Sie helfen:
Falls Sie wissen, wo ein Eulenkasten hängt, oder wenn Sie auf Ihrem Grundstück selbst eine Nisthilfe beherbergen, melden Sie sich bitte per E-Mail unter [email protected]. Ideal sind Angaben zum genauen Ort und, falls bekannt, zum Zustand des Kastens.

 

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Lüneburgs lautlose Jäger auch in Zukunft ein sicheres Zuhause finden. 


Nachwuchs bei den Schleiereulen: Erste Küken im Landkreis wohlauf!

20.05.2026 Anfang Mai sind die ersten Schleiereulen des Jahres im Landkreis geschlüpft. Bei einer aktuellen Kontrolle der AG Eulenschutz konnte due erfreuliche. Die erfreuliche Feststellung gemacht werden: Die vorgefundenen Küken sind gesund und bei bester Gesundheit.

Fotos@NABU_Lueneburg


Eule mit Schwanzverletzung nun in besten Händen

10.03.2026 Dieser hilfsbedürftigen Waldohreule deren Schwanzfedern, vermutlich durch einen Beutegreifer, rausgerissen wurden, hat sich unsere AG Eulenschutz  angenommen und zur Pflege ins Greifvogelgehege Bispingen gebracht. Dort darf sie sich bei Vollpension erholen, bis ihre Federn nachgewachsen sind.

Foto Hans Jürgen Weidemann 


Moderner Neubau in exklusiver Lage zu vermieten!

24. November 2025 

Volkmar, Katja und Hans Jürgen von der AG-Eulenschutz haben diese Steinkauzröhre neben einem kleinen landwirtschaftlichen Hof direkt am Elbdeich angebracht.

Foto Katja Sallinger


Foto Hans Jürgen Weidemann

 

Nützlich, unheimlich und schön - unsere Schleiereulen


Eine unserer schönsten heimischen Eulen ist sicherlich die Schleiereule (Tyto alba). Ursprünglich war sie wohl eine Bewohnerin von zerklüfteten Felswänden mit zahlreichen Höhlen. Heute lebt sie bei uns in einer Kulturlandschaft mit Büschen, Gärten und Feldern.

Die Schleiereulen nisten gerne in Scheunen oder Dachgiebeln von Bauernhöfen. Wenn eine Einflugmöglichkeit ins Gebäude vorhanden ist, kann dahinter ein Nistkasten für die Schleiereule aufgehängt werden. In strengen Wintern haben besonders Schleiereulen mit Nahrungsmangel zu kämpfen. Sie ernähren sich ausschließlich von lebenden Mäusen. In Zusammenarbeit mit Hofbesitzern werden durch den NABU Lüneburg regelmäßig Schleiereulenkästen in landwirtschaftlichen Gebäuden angebracht. Hier, bei starkem Mäusevorkommen und in der Nähe von Wald und Feld, haben die Eulen perfekte Lebensbedingungen.

 

Hast du Interesse, einen Nistplatz auf deinem Grundstück zu schaffen? Oder möchtest du bei der Anbringung und Kontrolle von Nisthilfen mithelfen?

Dann wende dich an folgende Ansprechpartner*in: 

Volkmar Ziese – Tel. 04131 53239 

Katja Sallinger – Tel. 0176-44523211


Du hast eine hilfsbedürftig erscheinende Eule gefunden?

Grundsätzlich dürfen nach dem Bundesnaturschutzgesetz erkrankte oder verletzte Vögel mit dem Ziel, sie wieder in die freie Natur zu entlassen, aufgenommen werden. Dabei muss aber die direkt an die Entnahme anschließende fachkundige Betreuung und Versorgung der Tiere sichergestellt werden. Im Folgenden möchten wir wertvolle Hinweise für den Umgang mit dieser Problematik geben.

 

Kontaktiere uns für eine individuelle Hilfestellung. Wir helfen dir, die Situation einzuschätzen und eine fachliche Versorgung zu vermitteln. 

Ansprechpartner*in:  

Volkmar Ziese - 04131 53239  

Katja Sallinger- 0176-44 52 32 11  

Wenn eine Eule offensichtlich verletzt ist oder sich ein Altvogel apathisch am Boden aufhält: 

 

Nähere dich dem Tier langsam und ruhig. Wenn das Tier nicht fortfliegt, kannst du davon ausgehen, dass dieses verletzt ist, es kann aber auch unter Schock stehen und deshalb noch nicht wegfliegen. Also warte eine gewisse Zeit ab. Nimm ein Handtuch oder bei größeren Eulen eine Decke und setze den Vogel zum Transport mit dem Handtuch oder der Decke als Untergrund in einen Pappkarton, den du mit ein paar Luftlöchern versehen hast und lass dem Vogel völlige Ruhe. Zum eigenen Schutz empfiehlt es sich, dabei Handschuhe zu tragen. Verwende unter keinen Umständen Gitterboxen oder Katzentransportkisten. Fängt das Tier in diesen an zu toben, kann es zu massiven Gefiederschäden oder anderen Verletzungen kommen.

 

Besonders wichtig in der Brutzeit:

Bitte lasse Jungvögel unbedingt bei ihren Eltern in der Natur! Nimm dazu den Jungvogel ruhig in die Hand und setze ihn zurück ins Nest oder in einen benachbarten Strauch. Dort wird er mit Sicherheit von den Elternvögeln wieder gefunden, angenommen und versorgt. Niemand kann das besser als die Elternvögel selbst. Viele Jungvögel haben keine Scheu vor dem Menschen und piepsen nicht aus Hilflosigkeit, sondern weil sie um die nächste Fütterung durch ihre Eltern betteln. Ziehen wir Menschen uns dann zurück, kann das normale Familienleben der Vögel weitergehen.

 

Auf einen Umstand wollen wir aber besonders hinweisen:

Junge Eulen verlassen oft ihre Bruthöhle oder das Nest, obwohl sie noch nicht fliegen können, als sogenannte Ästlinge. Sie werden noch durch ihre Eltern versorgt und es ist keine Hilfe durch den Menschen nötig. Sollten sie allerdings verletzt, stark durchnässt oder unversorgt und geschwächt am Boden sitzen, dann brauchen sie doch unsere Hilfe und müssen vor allem vor Katzen oder Hunden in Sicherheit gebracht werden.

 

Du hast Eulenrufe gehört oder eine Eule gesehen und diese sogar fotografiert?

Hast du Eulen oder Käuze in deiner Umgebung wiederkehrend gehört oder beobachtet, kontaktiere uns dazu unter [email protected]. Du hilfst uns damit, die Bestände zu erfassen und mögliche Schutzmaßnahmen, wie z.B. Nisthilfen, einzurichten.

 

Du hast eine tote Eule gefunden?

Kontaktiere uns umgehend:

 

Volkmar Ziese – Tel. 04131 53239 

Katja Sallinger – Tel. 0176-44523211

oder per E-Mail an: [email protected] 


Die Arbeitsgruppe Eulenschutz trifft sich alle 2 Monate donnerstags im Museum Lüneburg. Wer an einer ehrenamtlichen Mitarbeit interessiert ist und dafür mehr Informationen rund um den Eulenschutz in und um Lüneburg benötigt, ist herzlich willkommen. Bitte kündige deinen Besuch gerne vorher unter info@nabu-lueneburg an.

 

Unser nächstes Treffen findet am 21.05.2026 von 17:30 - 19:00 Uhr statt.

 

Weitere Termine:

16. Juli   17:30 - 19:00 Uhr

17. September 17:30 - 19:00 Uhr

19.November 17:30 - 19:00 Uhr


Schleiereulenkastenmontage in Echem

(li. T. Mitschke, re. V. Ziese)

Eulen- und Kletterexperte

D. Zücker bei der Befestigung des

Schleiereulenkastens


 

Nicht nur Eulen brauchen Mäuse - wir auch! Möchtest du die Arbeitsgruppe Eulenschutz mit einer Spende unterstützen? Deine Spende wird uns helfen, unsere Projekte und Initiativen voranzutreiben. Wir sind dir für deine Unterstützung sehr dankbar!

 

Spenden für die Natur

NABU Kreisgruppe Lüneburg e.V.

Sparkasse Lüneburg

IBAN: DE92 2405 0110 0000 0117 34

 

Bitte gib als Verwendungszweck an:  

"Spende AG Eulenschutz".