Willkommen bei der NABU Kreisgruppe Lüneburg

Schön, dass Sie uns gefunden haben!

NABU ist ein Kürzel für den Naturschutzbund, den ältesten Naturschutzverband Deutschlands, und steht für Naturschutz - Artenschutz - Biotopschutz - Umweltschutz.

Die Kreisgruppe Lüneburg gehört zum Landesverband Niedersachsen des NABU und engagiert sich im Landkreis Lüneburg für ein nachhaltiges Leben im Einklang mit der Natur. Das Gebiet des Landkreises erstreckt sich südlich von Hamburg zwischen Elbtalaue und Lüneburger Heide. Es wird von der Elbe durchflossen, die das Amt Neuhaus vom restlichen Kreisgebiet trennt.

Wenn Sie sich für die Natur im Landkreis Lüneburg interessieren, sind Sie bei uns genau richtig - Wir können immer Unterstützung gebrauchen!


Insektensterben & dramatisches Schrumpfen der Vogelpopulationen: Nur die halbe Wahrheit aus Berlin und Hannover

Der NABU-Bundesverband in Berlin und der NABU-Landesverband in Hannover verkünden leider immer wieder nur die halbe Wahrheit, wenn sie nur der Landwirtschaft die Schuld am Insektensterben und am Verhungern der Vögel zuschieben.

 

Ja, zu einem erheblichen Anteil liegen die Ursachen auch in der Landwirtschaft. Gleichzeitig jedoch werden täglich (!) in Deutschland mehr als 60 Hektar Natur als Bauland umgewidmet. Das entspricht etwa 85 Fußballfeldern. Der dafür laut Bundesnaturschutzgesetz notwendige Ausgleich durch Schaffung hochwertiger Flächen, die untereinander sinnvoll verknüpft sind (Trittsteinbiotope) und die so Pflanzen und Insekten ein Überleben durch Nahrungsangebote und durch Genaustausch (Inzucht verhindern!) ermöglichen, findet nicht oder nur sehr unzureichend statt, und das ist die andere Hälfte der Wahrheit - das Versagen der Kommunen und der kommunalen Aufsicht

 

Die  massiven Defizite in der Kompensationsthematik wiegen mindestens so schwer wie die Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft. Dass hierbei Gesetze nicht oder nur noch teilweise umgesetzt werden, die Natur dafür bezahlen muss, wird in Hannover und in Berlin immer wieder wissentlich ignoriert und nicht mehr postuliert.                                   

 

Die desolate Situation in der Ausgleichs- und Kompensationsthematik hier auf Landkreisebene soll jetzt nach unserer Anzeige eine neue Fünftel-Stelle lösen. Diese müsste die Kompensation fachlich auf den Prüfstand stellen, bei Fehlern neu bewerten lassen, vor Ort überprüfen, Defizite und Mängel listen, Monitoring erstellen, Kommunen anschreiben. Auf Grund der Vielzahl an fachlichen Mängeln, an Defiziten in der Umsetzung eine Herkulesaufgabe, die Jahre dauern würde.

 

Die UNB möchte so laut eigener Aussage unbürokratisch im eigenen Hause tätig werden und lehnt unseren Vorschlag, eine Stiftung zu gründen, ab. Wir verweisen hier auch auf den Landkreis Heidekreis als mögliches Vorbild, um Kommunen und Landkreis zu entlasten!

 

Zielführend wäre, Schleswig-Holstein nachzueifern, eine landesweite Agentur für das Flächenmanagement in Niedersachsen zu gründen, damit landkreisübergreifend Fachpläne wie Landschaftsplan und Landschaftsrahmenplan, nationale und europäische Strategien zum Erhalt der biologischen Vielfalt überhaupt umgesetzt werden können!

 

Wir haben die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein im September 2017 besucht und konnten uns vor Ort von der fantastischen Arbeit überzeugen, die dort seit mehreren Jahrzehnten zum Wohl der Natur und zur Entlastung der Kommunen geleistet wird. So ist in Schleswig-Holstein ein Netz von Trittsteinbiotopen entstanden, das trotz der vielen Eingriffe des Menschen mit Bautätigkeit der dadurch belasteten Natur ein sicheres Überleben ermöglicht.

 

Alle Statistiken, alle Zahlen, alle gesellschaftlichen, wirtschaftlichen sowie politischen Rahmenbedingungen, die meisten politischen getroffenen Entscheidungen sowie fortschreitender maßloser Wachstum belegen zur Zeit:

Der Verlust der biologischen Vielfalt ist ohne klaren Kurswechsel in allen Handlungsfeldern nicht mehr aufzuhalten! Lesen Sie hier, auf welche Defizite wir auch hier lokal in Stadt & Landkreis Lüneburg hinweisen!

  

Sie möchten selber aktiv werden beim Schutz von Insekten und Vögeln? Hier haben wir für Sie Tipps:



Probleme mit dem Wolf werden nicht mit dem Gewehr gelöst, sondern mit Sachverstand!

14.06.2017

Der NABU Lüneburg distanziert sich von jeglichen ausgerichteten Mahnfeuer-Veranstaltungen gegen den Wolf und verurteilt all jene Politiker, welche den Wolf als politisches Nutzvieh  heranziehen wollen oder  gar die Wolfsjagd befürworten.

Probleme werden nicht mit der Langwaffe gelöst, sondern mit Sachverstand, in diesem Fall mit wirksamen Herdenschutz! Das dies möglich ist beweist  u.a. Schäfer Thomas Rebre im LK Lüneburg, der übers Jahr in 3 Rudelterritorien seine Herde mit Herz, Verstand und Fachwissen hütet. 3 Jahre und keine Wolfsrisse! Siehe auch: Aktuelle Meldungen!


26.07.2016 - NABU Lüneburg trifft Entscheidung mit Augenmaß: zu Gunsten des Menschen und zu Lasten der Natur!

 Der Landkreis Lüneburg beabsichtigt, östlich entlang der Kreisstraße 28 von Vastorf nach Barendorf einen Radweg zu bauen. Der NABU Lüneburg hat zu diesem Bauvorhaben eine Stellungnahme abgegeben und dabei eine Entscheidung zu Gunsten des Menschen und zu Lasten der Natur getroffen. Lesen Sie hier, warum unsere Arbeitsgruppe Stellungnahmen sich für diese Lösung entschieden hat.

Stand: 18.10. 2017 Bisher hat der Landkreis Lüneburg - Betrieb Straßenbau und - unterhaltung - noch keine detaillierten Ausführungspläne vorlegen können bzw. unsere Vorschläge erörtert.


Naturschutz macht glücklich!

Naturschutz macht glücklich - das betrifft ganz sicher die Arten direkt vor Ort aber auch uns Naturschützer selbst!

Denn jedes Jahr steigt die Artenvielfalt an unseren neu angelegten Teichen! Besonders freuen wir uns über die ersten vier Laubfroschrufer, über den großen Kolbenwasserkäfer oder über den Schwarzstorch, der unsere Teiche regelmäßig als Nahrungshabitat nutzt und unweit nistet.

Doch auch der Eisvogel, der Kammmolch und die vielen Libellenarten beglücken uns stets auf´s neue ! Lesen Sie hier mehr!

 

Foto: Hannes Meyer, Laubfrosch

 


NABU gegen Bebauung bei "An den Sandbergen"

Nach Beobachtungen in den letzten Jahren messen wir der artenreichen Extensivgrünlandfläche eine herausragende Bedeutung als Nahrungs- und Fortpflanzungsstätte für eine vielfältige Insektenwelt wie bspw. Heuschrecken, Tag-, Nachtfalter und Wildbienen zu. Neben der somit hohen ökologischen Wertigkeit sehen wir aber auch den Wert für Naherholung sowie die Bedeutung für klimatische Faktoren. Sie darf einer Bebauung nicht zum Opfer fallen. In weiten Teilen Deutschlands haben wir einen Rückgang der Insekten bis zu 80%! Zu selten, zu wertvoll sind solche Areale, nicht nur hier in Lüneburg!

Aufgrund der zurück gehenden Flüchtlingszahlen wurde auch offen von einer Wohnungsbebauung gesprochen.  Auf dem letzten kombinierten Bauausschuss- und Grünflächen/Forstausschuss ist der OB zurück gerudert. Die Fläche wird bis 2017 zurück gestellt, vorbehaltlich einer zukünftigen Entwicklung der Flüchtlingsthematik. Gegen eine Bebauung, gegen den möglichen Beginn einer sogenannten Salamitaktik links und rechts der Eichenallee ist auch die BI Grünfläche-Lüneburg (www.grünfläche-lüneburg.de). Der NABU sieht in der Flüchtlings- und Wohnraumproblematik eher kurzfristige Probleme, welche lösbar sind - es wäre dramatisch, das langfristige Problem, nämlich den Erhalt der Artenvielfalt, aus den Augen zu verlieren!