Willkommen bei der NABU Kreisgruppe Lüneburg

Wir begrüßen alle, die an unserer Arbeit interessiert sind! Auf viele Fragen finden Sie hier und auf den Folgeseiten Antworten.

 

Wenn das nicht der Fall ist, helfen wir Ihnen gerne weiter:

  • Schreiben Sie uns eine Mail
    info@nabu-lueneburg.de, und stellen Sie Ihr Problem dar, sehr gerne mit Bildmaterial.
  • Rufen Sie uns an. Unser Büro ist  in der Regel mittwochs von 10 bis 14 Uhr besetzt: 04131-402544.

 


Konfliktgegner zum Konfliktpartner machen!

05.01.2020 Das Land Niedersachsen hatte es sich vor Jahren zum Ziel gesetzt, den Flächenverbrauch auf drei Hektar pro Tag zu verringern. Nach Angaben des Landesamts für Statistik (LSN) wurden zuletzt aber täglich im Schnitt 6,8 Hektar landwirtschaftlich genutzter oder naturbelassener Fläche überbaut. Hinter Thüringen (13 Hektar pro Tag) hat Niedersachsen damit bundesweit den zweitmeisten Verbrauch.

Der Naturschutzbund NABU hat den anhaltenden Flächenverbrauch in Niedersachsen kritisiert. Ähnlich kritische Töne liest man aber auch vom Bauernverband!

Der NABU Lüneburg begrüßt  zwar die berechtigte Kritik seines eigenen Verbandes, sieht aber elementare Defizite in der dabei angewandten Strategie! 

Gerade die Thematik des Flächenverbrauches bietet die Chance, Konfliktgegner zu Konfliktpartnern zu machen!

 

Eine gemeinsame Kampagne mit dem Bauernverband hätte eine viel höhere Wirkung in der Öffentlichkeit gehabt, so aber wirken die einzeln vorgetragenen Kritiken eher wie das Pfeifen im Walde.

Hier braucht es aus Lüneburger NABU-Sicht dringend ein Umdenken!    


Intensive Jagd auf den Fuchs trotz Mäuseplage und die Landeszeitung möchte nicht über unseren offenen Brief berichten!

Die Mäuseplage  war nicht nur im Landkreis Lüneburg ein großes Thema, sie zieht sich durch ganz Deutschland ! Betroffen sind die Deiche an der Elbe, am Elbe-Seitenkanal und an der Ilmenau, es gibt massive Probleme in der Forst und in der Landwirtschaft, und es gehen zahllosen Anfragen und Beschwerden vor allem aus der ländlichen Bevölkerung ein!

Mäuse können für einen erheblichen Schaden an den Deichen sorgen, indem sie die wichtige Grasnarbe zerstören, welche bei Regen weiter ausgespült wird.  Auch in der Landwirtschaft und in der Forst gibt es Schäden. Zunehmend meldet sich vor allem die ländliche Bevölkerung in Anfragen und Beschwerden zu Wort, deren Wohn- und Lebensqualität unter der Mäuseplage leidet!

Trotzdem werden die natürlichen Gegenspieler der Mäuse, sämtliche Beutegreifer, insbesondere der Fuchs massiv, teils auch barbarisch (Bau- und Fallenjagd) bejagt. Allein im LK Lüneburg sind im Jagdjahr 1.545 potentielle Beutegreifer auf der Strecke geblieben (inkl. Fallwild), davon 1.044 Füchse, 271 Dachse, 47 Baummarder, 159 Steinmarder und 24 Iltisse!

Unsere Forderung an die Jägerschaft, in einem offenen Brief, den Sie hier herunterladen können:

Freiwilliger Verzicht auf die Jagd auf die potentiellen natürlichen Gegenspieler der Mäuse! Schluss mit der Jagd auf Fuchs und Co.!

Weil es sprichwörtlich ökologischer Unsinn ist!

Wir unterstützen daher auch die Forderungen des "Aktionsbündnis Fuchs" ausdrücklich!

Landwirte können Greifvögel, insbesondere auch Eulenarten, mit Sitzstangen in ausgeräumten Landschaften unterstützen.

Geplagten bzw. betroffenen Menschen empfehlen wir den Einsatz von Mäusefallen und verweisen hier insbesondere auf Lebendfallen. Diese ermöglichen das Aussetzen der Mäuse fernab menschlicher Behausungen.

Update, 05.01.2020:

Die Landeszeitung will trotz Zusage nicht über diesen offenen Brief berichten, noch eine Position der Jägerschaft erfragen! Zu heikel scheint das ganze Thema zu sein, denn Fuchsjagd ist teils barbarisch, verstößt gegen Gesetze, ist unethisch und moralisch verwerflich!

 

Unterstützen Sie daher die Kampagnen für ein Verbot der Fuchsjagd bzw. eine Änderung des Jagdgesetzes!


NABU fordert runden Tisch!

Die Kreisgruppe Lüneburg fordert einen Runden Tisch mit dem Bauernverband (BVNON) , dem Dachverband Felberegnung, Landwirtschaftskammer, der Unteren  Naturschutzbehörde, der Unteren Wasserbehörde, Waldbesitzern,  den niedersächsischen Landesforsten, Anbietern von Brunnenbohrungen, Unterhaltungsverbänden und Umweltverbänden.

 

Hintergrund ist, dass in den letzten Jahren immer mehr Ökosysteme, grundwasserabhängige Biotope, Moore, Tümpel , Teiche und Flüsse trocken fallen.

Hier müssen die Behörden erklären, wie die Arbeit der Unterhaltungsverbände, das Bohren von Brunnen, die  Grundwasserentnahme für Feldberegnung miteinander koordiniert sind, warum es kein Monitoring gibt,  warum die Behörden nicht bemerken, dass die Natur zusehends stirbt.

"Grundwasser darf nur entnommen werden, wenn anhängende Ökosysteme nicht betroffen sind." - ein Satz der keine Bedeutung mehr zu haben scheint. So kann es nicht weiter gehen, Klaus Reschke von der LZ berichtete mit dem Artikel "Der Kreis trocknet aus".  


Ignoranz bei der Mehrheit im Stadtrat führt zukünftig zum Hitzekoller in der Innenstadt

Grafik aus: Stadtklimaanalyse der Hansestadt (bearbeitet)

Es ist heiß in der Innenstadt – trotz der Kaltluftleitbahnen aus der Umgebung ins Zentrum. Die Kaltluftleitbahnen im Westen (sogenannter Digital-Campus) und im Osten (Flugplatz) will die Stadtregierung in naher Zukunft weitgehend bebauen. Die Folge? Kaltluft kann nicht mehr ungehindert in die Stadt einströmen, und es wird dort noch heißer.

 

Was machen andere Städte in dieser Situation?

 

Frankfurt: „Kaltluftaustauschwege dürfen nicht verbaut werden, da es sonst zu einer verminderten Frischluftversorgung von Siedlungsbereichen kommen kann.“ (1)

 

Hannover: „Kaltluftleitbahnen haben insbesondere dann eine hohe Bedeutung, wenn sie das Vordringen von Kaltluft in den Innenstadtbereich zu den bioklimatisch höher belasteten Gebieten begünstigen. Eine Bebauung innerhalb der Leitbahnen würde deren Funktion stark einschränken.“ (2)

 

Braunschweig: „Weite Teile des Stadtgebiets werden über die aufgezeigten Kaltluftleitbahnen – deren Funktion durch Bebauung nicht eingeschränkt werden sollte – bzw.  kleinräumige Ausgleichsströmungen durchströmt“ (3)

 

Stadtklimaanalyse Lüneburg: „Entsprechend sollte der Erhalt bzw. die Verbesserung der Durchlüftung durch geeignete Maßnahmen im Fokus stehen und insbesondere die Funktion der Kaltluftleitbahnen erhalten, d.h. auf deren Bebauung verzichtet werden.“ (4)

 

► Mehrheit im Stadtrat Lüneburg: Bebauung der Kaltluftleitbahnen mit Wohnungen und Gewerbe – entgegen dem Vorbild anderer Städte und gegen die Empfehlungen im stadteigenen Klimagutachten.

 

(1) Regionalverband FrankfurtRheinMain: Klimaschutz in der Stadtplanung

(2) Landeshauptstadt Hannover: Leben mit dem Klimawandel – Hannover passt sich an

(3) Stadt Braunschweig: Stadtklimaanalyse Braunschweig 2017

(4) Hansestadt Lüneburg: Stadtklimaanalyse Lüneburg 2018