Wir sagen "Herzlichen Dank" an die DJGT!

 26.01.2021 - Unsere Kreisgruppe möchte sich hiermit ganz herzlich bei der  DJGT (Deutschen Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V. ) für Ihre allumfassende Stellungnahme zur Fuchsjagd bedanken!

Die Fuchsjagd wurde auf den juristischen Prüfstand gestellt und die Ergebnisse untermauern unsere Position zur Fuchsjagd. 

 

Die gesamte Stellungnahme können Sie hier einsehen bzw. herunterladen!

 

 

Es muss ein Umdenken geben, beim Deutschen Jagdverband selbst, aber auch bei den großen Umweltverbänden!

Wir erinnern in diesem Kontext daran, dass der NABU in seiner bisherigen, aber auch in der neu geplanten  Satzung  unter  "§2 Zweck und Zweckverwirklichung", u.a. auch den Tierschutz verankert hat!

 

Hier das Fazit der DJGT:

Nach den vorstehenden Ausführungen wird deutlich, dass eine tierschutzgerechte Fuchsjagd nach geltendem Recht wenn überhaupt, dann nur in äußerst begrenzten Einzelfällen möglich sein wird. Allen voran gibt es heutzutage in aller Regel keinen anerkennungsfähigen Grund mehr für eine Bejagung des Fuchses. Aber auch der Zeitpunkt und die Art und Weise der Bejagung können aus

tierschutzrechtlicher Sicht äußerst problematisch sein, so dass eine Bejagung des Fuchses in aller Regel tierschutzwidrig sein wird.

Konsequenzen:

Wenn die Jagd die Grundgedanken des Tierschutzes ernst nehmen will, sollte man bei der Fuchsjagd daher umgehend ernsthafte Maßnahmen ergreifen. Hierzu bräuchte man noch nicht einmal eine Gesetzesänderung, denn effektive Maßnahmen ließen sich auch ohne größeren Aufwand umsetzen.

Idealerweise sollte in einem ersten Schritt dem Luxemburger Beispiel gefolgt werden und zunächst eine ganzjährige Schonzeit für den Fuchs verhängt werden.

Insbesondere die immer wieder vorgetragenen Argumente zur Populationsdynamik ließen sich so ernsthaft überprüfen.

Hilfsweise sollten zumindest großzügige Schonzeiten eingeführt werden bzw. feste Schonzeiten, die an die aktuellen Gegebenheiten hinsichtlich Zeitpunkt und Varianz der Geburtstermine bei Füchsen in Deutschland und der tatsächlichen Dauer bis zum Selbständigwerden von Jungfüchsen angepasst sind.

Bei den Jagdmethoden sollten die Fallenjagd sowie die Baujagd (und damit natürlich auch die damit verbundene Ausbildung von Jagdhunden in Schliefenanlagen) umgehend verboten werden.


Herzlich Willkommen bei der                                    NABU Kreisgruppe Lüneburg

Wir begrüßen alle, die an unserer Arbeit interessiert sind! Auf viele Fragen finden Sie hier und auf den Folgeseiten Antworten.

 

Wenn das nicht der Fall ist, helfen wir Ihnen gerne weiter:

  • Rufen Sie uns an.
  • Unser Büro ist Dienstags von 16 bis 18 Uhr  und jetzt auch Donnerstags von            14  bis 16 Uhr besetzt. 
  • Tel: 04131 - 402544
  • Schreiben Sie uns auch gern eine Mail info@nabu-lueneburg.de, und stellen          Sie Ihr Problem dar und liefern Sie uns möglichst weitere informierende                  Daten, Informationen, Bilder etc. 
  • Wir melden uns dann bei Ihnen. 

Achtung!

Bis auf weiteres werden alle angesetzten Arbeitstreffen auf Grund der Corona-Krise ausgesetzt. Wir informieren rechtzeitig, wenn sich neue Termine realisieren lassen.


Neue EuGH-Entscheidung vom 4. März 2021 (C-473/19) in Sachen Windkraft-Artenschutz

15.03.2021

Das Gericht hat nicht nur den Individuenbezug bei den artenschutzrechtlichen Verboten für europäische Vogelarten betont (steht auch im BNatSchG) sondern auch die Geltung des Individuenbezuges für alle europäischen Vogelarten unterstrichen. Der in Deutschland in der Praxis eingeführte Populationsbezug (häufige Arten müssen nicht beachtet werden, weil sich der Erhaltungszustand nicht ändert usw. (siehe auch das negativ beeinflussende BfN-Papier der artenschutzrechtlichen Planungspraxis) ist damit obsolet.

Diese eigentlich nicht neue Erkenntnis muss Konsequenzen haben, wenn wir als dem Vogelschutz verpflichtete Organisation Lösungsvorschläge für die Bewältigung des Konfliktes Artenschutz – Windkraft machen wollen.

Der Konflikt muss in jedem Einzelfall für die betroffenen Individuen gelöst werden.

Lösungen müssen alle kollisionsgefährdeten Arten umfassen, also nicht nur das Dutzend aus dem UMK-Papier oder die Liste der Arten aus dem Helgoländer Papier.  

Aktuell präferiert der NABU an verschiedenen Stellen eine Lösung des Konflikts durch die Festlegung von Dichtezentren und deren Ausschluss für die Errichtung von WKA. Diese  Haltung wird aber die Klarstellungen des EuGH unterlaufen. Hier braucht es dringend ein Umdenken auf Bundes- und Landesebene.

Dr. Matthias Schreiber hat für den Deutschen Rat für Vogelschutz (DRV) ein aus unserer Sicht interessantes, begrüßenswertes und selbstredend diskussionswürdiges Positionspapier entworfen, dieses finden Sie hier!


Aktuelles: Solarpark an der Buchholzer Bahn?

Die Landeszeitung berichtete über neue Pläne auf dem Gelände der Buchholzer Bahn. Dort sollen zwei Solarparks und ein Bürger-Solarpark entstehen.

Ein Blick auf das Bild spricht Bände:

In dieser Schneise Solaranlagen aufzubauen, wäre mehr als kontraproduktiv, da diese bekanntlich sonnenexponiert angelegt werden müssen.

Entweder plant der allseits bekannte Herr Scheibler großflächige Abholzungen oder aber einen überdachten Baumwipfelpfad, auf dem dann Solarfelder platziert werden.

Wir wissen es nicht, sagen aber klar und deutlich:

Nein zu Solarparks!

Wir halten die Pläne für einen vorgezogenen Aprilscherz.

Selbstredend unterstützen wir erneuerbare Energien, insbesondere aus Solartechnik, aber nicht auf dem Gelände der Buchholzer Bahn!

Da wird es von uns erbitterten Widerstand geben!

 

Warum? Hier die K.o.-Kriterien:

Ein Blick in den Landschaftsrahmenplan zeigt es auf:

Es gibt massive Kollisionen mit schutzwürdigen Gebieten mit Fokus auf NSG, und LSG, mit geschützten Biotopen, mit geschützten Landschaftsteilen, mit FFH-Lebensraumtypen, mit Gebieten für Biotopschutz, mit Biotopverbundachsen und -flächen und mit Schwerpunkträumen für Artenschutzmaßnahmen!

Massive Abholzungen sind undenkbar. Dazu kämen die exorbitant hohen Kosten für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie dessen Umsetzung bei der vorhandenen Flächenknappheit und deren Verteuerung.


Dankeschön an H.B. Fuller, Schäfer &  Aktive!

Liebe Mitarbeiter von H.B.Fuller!

Liebe Aktive und Unterstützer! 

Lieber Schäfer!

 

Ein herzliches Dankeschön für Eure großartige Unterstützung beim Entkusseln der Heidefläche bei Schwindebeck am 25.09.2020!

Die Lüneburger Firma H.B. Fuller hat uns im Rahmen ihres Projektes "Make a Difference" wie im letzten Jahr zahlreich unterstützt und auch noch für Essen und Trinken gesorgt. Einfach großartig!  


Debatte um Wasser im LK Lüneburg

Die Debatte um das Grundwasser in unserem Landkreis und wer wie viel entnehmen darf, beschäftigt endlich auch die Öffentlichkeit und die Medien.

Wir machen seit langem auf das Sterben grundwasserabhängiger Biotope, Lebensräume und Moore aufmerksam.

 

Unsere Kreisgruppe Lüneburg schaut in diesem Kontext kritisch auf alle (!) Verbraucher aus Industrie und Wirtschaft aber auch aus der Bevölkerung. Wir konzentrieren uns hierbei nicht explizit auf einen einzelnen Verbraucher, der 1,6% der genehmigten Gesamtmenge entnimmt, denn das wäre zu kurz gesprungen!

 

Wir fokussieren uns statt dessen auf das fehlende Grundwassermanagement (landesweit und lokal), auf den Status Quo in der Natur bei allen Oberflächengewässern, auf das fehlende Monitoring über die Auswirkungen auf anhängende Ökosysteme bei Grundwasserentnahmen, auf die Nichtumsetzung EU-WRRL, auf die desaströse Gesetzeslage und auf den sogenannten jämmerlichen Wasserpfennig.

 

Der NLWKN behauptet alles, wirklich alles im Blick zu haben! Die Wahrheit ist eine andere!

In allen Bereichen ist dringender Handlungsbedarf angesagt.

 

Wenn Sie Fragen zur Grundwasserthematik haben, wenn Sie sich einbringen wollen, mitdiskutieren wollen, unsere Position im Einzelnen erfahren wollen, machen Sie gern einen Termin zu den Büroöffnungszeiten.

Ansprechpartner in Sachen Wasser: Thomas Mitschke, 1. Vorsitzender NABU- Kreisgruppe  Lüneburg


Diesen Sonderband 2019/1 "Der Lebensraum"

können Sie sofort bei uns bestellen.

 

Bezugspreis: 8,00€

 

Schicken Sie eine Mail an: christine.horn@vogelkunde-lueneburg.de oder rufen Sie Frau Horn persönlich an (Tel. 04132-8531).


Ignoranz bei der Mehrheit im Stadtrat führt zukünftig zum Hitzekoller in der Innenstadt

Grafik aus: Stadtklimaanalyse der Hansestadt (bearbeitet)

Es ist heiß in der Innenstadt – trotz der Kaltluftleitbahnen aus der Umgebung ins Zentrum. Die Kaltluftleitbahnen im Westen (sogenannter Digital-Campus) und im Osten (Flugplatz) will die Stadtregierung in naher Zukunft weitgehend bebauen. Die Folge? Kaltluft kann nicht mehr ungehindert in die Stadt einströmen, und es wird dort noch heißer.

 

Was machen andere Städte in dieser Situation?

 

Frankfurt: „Kaltluftaustauschwege dürfen nicht verbaut werden, da es sonst zu einer verminderten Frischluftversorgung von Siedlungsbereichen kommen kann.“ (1)

 

Hannover: „Kaltluftleitbahnen haben insbesondere dann eine hohe Bedeutung, wenn sie das Vordringen von Kaltluft in den Innenstadtbereich zu den bioklimatisch höher belasteten Gebieten begünstigen. Eine Bebauung innerhalb der Leitbahnen würde deren Funktion stark einschränken.“ (2)

 

Braunschweig: „Weite Teile des Stadtgebiets werden über die aufgezeigten Kaltluftleitbahnen – deren Funktion durch Bebauung nicht eingeschränkt werden sollte – bzw.  kleinräumige Ausgleichsströmungen durchströmt“ (3)

 

Stadtklimaanalyse Lüneburg: „Entsprechend sollte der Erhalt bzw. die Verbesserung der Durchlüftung durch geeignete Maßnahmen im Fokus stehen und insbesondere die Funktion der Kaltluftleitbahnen erhalten, d.h. auf deren Bebauung verzichtet werden.“ (4)

 

► Mehrheit im Stadtrat Lüneburg: Bebauung der Kaltluftleitbahnen mit Wohnungen und Gewerbe – entgegen dem Vorbild anderer Städte und gegen die Empfehlungen im stadteigenen Klimagutachten.

 

(1) Regionalverband FrankfurtRheinMain: Klimaschutz in der Stadtplanung

(2) Landeshauptstadt Hannover: Leben mit dem Klimawandel – Hannover passt sich an

(3) Stadt Braunschweig: Stadtklimaanalyse Braunschweig 2017

(4) Hansestadt Lüneburg: Stadtklimaanalyse Lüneburg 2018