Willkommen bei der NABU Kreisgruppe Lüneburg

Schön, dass Sie uns gefunden haben!

NABU ist ein Kürzel für den Naturschutzbund, den ältesten Naturschutzverband Deutschlands, und steht für Naturschutz - Artenschutz - Biotopschutz - Umweltschutz.

Die Kreisgruppe Lüneburg gehört zum Landesverband Niedersachsen des NABU und engagiert sich im Landkreis Lüneburg für ein nachhaltiges Leben im Einklang mit der Natur. Das Gebiet des Landkreises erstreckt sich südlich von Hamburg zwischen Elbtalaue und Lüneburger Heide. Es wird von der Elbe durchflossen, die das Amt Neuhaus vom restlichen Kreisgebiet trennt.

Wenn Sie sich für die Natur im Landkreis Lüneburg interessieren, sind Sie bei uns genau richtig - Wir können immer Unterstützung gebrauchen!


Keine Weideprämie, keine Unterstützung!

Die neue niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast hat beschlossen: Es gibt keine Weideprämie! Gerade Wanderschäfer, von denen es in Niedersachsen nur noch ca. 20 gibt, gehen weiterhin leer aus. Meine Bitte, meine Aufforderung, an Landräte, Bürgermeister, Kommunalpolitiker, Deichverbände usw.: Macht Druck auf die neue Ministerin, denn Sie wird Ihrer Verantwortung nicht gerecht! Hier unserer offener Brief an die Ministerin!

Wir dürfen diesen so wichtigen Beruf, diese Menschen mit ihren Tieren nicht in Stich lassen! Sie betreiben wichtige Landschaftspflege, halten die Deiche intakt.


Insektensterben & dramatisches Schrumpfen der Vogelpopulationen: Nur die halbe Wahrheit vom NABU aus Berlin und Hannover

Der NABU-Bundesverband in Berlin und der NABU-Landesverband in Hannover verkünden leider immer wieder nur die halbe Wahrheit, wenn sie nur der Landwirtschaft die Schuld am Insektensterben und am Verhungern der Vögel zuschieben.

 

Ja, zu einem erheblichen Anteil liegen die Ursachen auch in der Landwirtschaft. Gleichzeitig jedoch werden täglich (!) in Deutschland mehr als 60 Hektar Natur als Bauland umgewidmet. Das entspricht etwa 85 Fußballfeldern. Der dafür laut Bundesnaturschutzgesetz notwendige Ausgleich durch Schaffung hochwertiger Flächen, die untereinander sinnvoll verknüpft sind (Trittsteinbiotope) und die so Pflanzen und Insekten ein Überleben durch Nahrungsangebote und durch Genaustausch (Inzucht verhindern!) ermöglichen, findet nicht oder nur sehr unzureichend statt, und das ist die andere Hälfte der Wahrheit - das Versagen der Kommunen und der kommunalen Aufsicht

 

Die  massiven Defizite in der Kompensationsthematik wiegen mindestens so schwer wie die Auswirkungen der intensiven Landwirtschaft. Dass hierbei Gesetze nicht oder nur noch teilweise umgesetzt werden, die Natur dafür bezahlen muss, wird in Hannover und in Berlin immer wieder wissentlich ignoriert und nicht mehr postuliert.                                   

 

Die desolate Situation in der Ausgleichs- und Kompensationsthematik hier auf Landkreisebene soll jetzt nach unserer Anzeige eine neue Fünftel-Stelle lösen. Diese müsste die Kompensation fachlich auf den Prüfstand stellen, bei Fehlern neu bewerten lassen, vor Ort überprüfen, Defizite und Mängel listen, Monitoring erstellen, Kommunen anschreiben. Auf Grund der Vielzahl an fachlichen Mängeln, an Defiziten in der Umsetzung eine Herkulesaufgabe, die Jahre dauern würde.

 

Die UNB möchte so laut eigener Aussage unbürokratisch im eigenen Hause tätig werden und lehnt unseren Vorschlag, eine Stiftung zu gründen, ab. Wir verweisen hier auch auf den Landkreis Heidekreis als mögliches Vorbild, um Kommunen und Landkreis zu entlasten!

 

Zielführend wäre, Schleswig-Holstein nachzueifern, eine landesweite Agentur für das Flächenmanagement in Niedersachsen zu gründen, damit landkreisübergreifend Fachpläne wie Landschaftsplan und Landschaftsrahmenplan, nationale und europäische Strategien zum Erhalt der biologischen Vielfalt überhaupt umgesetzt werden können!

 

Wir haben die Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein im September 2017 besucht und konnten uns vor Ort von der fantastischen Arbeit überzeugen, die dort seit mehreren Jahrzehnten zum Wohl der Natur und zur Entlastung der Kommunen geleistet wird. So ist in Schleswig-Holstein ein Netz von Trittsteinbiotopen entstanden, das trotz der vielen Eingriffe des Menschen mit Bautätigkeit der dadurch belasteten Natur ein sicheres Überleben ermöglicht.

 

Alle Statistiken, alle Zahlen, alle gesellschaftlichen, wirtschaftlichen sowie politischen Rahmenbedingungen, die meisten politischen getroffenen Entscheidungen sowie fortschreitender maßloser Wachstum belegen zur Zeit:

Der Verlust der biologischen Vielfalt ist ohne klaren Kurswechsel in allen Handlungsfeldern nicht mehr aufzuhalten! Lesen Sie hier, auf welche Defizite wir auch hier lokal in Stadt & Landkreis Lüneburg hinweisen!

  

Sie möchten selber aktiv werden beim Schutz von Insekten und Vögeln? Hier haben wir für Sie Tipps: