Herzlich Willkommen bei der NABU Kreisgruppe Lüneburg

Wir begrüßen alle, die an unserer Arbeit interessiert sind! Auf viele Fragen finden Sie hier und auf den Folgeseiten Antworten.

 

Wenn das nicht der Fall ist, helfen wir Ihnen gerne weiter:

  • Schreiben Sie uns eine Mail info@nabu-lueneburg.de, und stellen Sie Ihr Problem dar, sehr gerne mit Bildmaterial. Wir melden uns dann bei Ihnen. 
  • Rufen Sie uns an. Unser Büro ist  in der Regel dienstags von 16 bis 18 Uhr besetzt: 04131-402544.

Am kommenden Dienstag, dem 7. Juli, ist unser Büro geschlossen. Bitte kontaktieren Sie uns per Mail.


Wir freuen uns, die Führungen wieder aufnehmen zu können. Wenn Sie teilnehmen wollen, melden Sie sich bitte vorher bei Frau Bardowicks telefonisch an:  01.52.59.73.84.70


Hohe Beteiligung beim "Insektensommer"  - Steinhummel auf Platz eins

16. Juni 2020 - Die Steinhummel ist nicht nur niedersachsenweit das am häufigsten gesichtete Insekt - auch im übrigen Gebiet liegt die markante Hummel auf Platz eins. Der NABU hatte dazu aufgerufen, vom 29. Mai bis zum 7. Juni Insekten zu zählen und online zu melden.

 

„Von der Ameise bis zum Zitronenfalter - Insekten sind systemrelevant und wesentlicher Teil der Artenvielfalt. Wir freuen uns, dass viele Menschen das offenbar erkannt und sich am Insektensommer beteiligt haben“, so Matthias Freter vom NABU Niedersachsen. „Bei der großen Vielfalt an Insekten – in Niedersachsen leben mehr als 11.000 verschiedene Arten – ist das Entdecken der so unterschiedlich gestalteten Sechsbeiner ein kleines Abenteuer.“

 

Die Top Ten sind in den bisher drei Zähljahren fast gleich geblieben: Nach Steinhummel folgen Hainschwebfliege, Asiatischer Marienkäfer, Westliche Honigbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Lederwanze, Ackerhummel, Fliege und Ameise. „Nur der Siebenpunkt-Marienkäfer ist ein Neueinstieg in die Top Ten“, so NABU-Insektenexpertin Laura Breitkreuz. „Das liegt sicher an unserer in diesem Jahr erstmals gestellten Entdeckungsfrage: Es sollte herausgefunden werden, ob Siebenpunkt- oder Asiatischer Marienkäfer häufiger gesichtet werden.“ Ergebnis bisher: Der vom Menschen zur Blattlausbekämpfung eingeführte Asiatische Marienkäfer liegt mit knapp 2.100 Meldungen klar vorne. Der Siebenpunkt wurde knapp 1.500 Mal gesichtet.

 

In Niedersachsen liegen Steinhummel und Hainschwebfliege unverändert auf den Plätzen eins und zwei, gefolgt von Asiatischem Marienkäfer, Siebenpunkt-Marienkäfer und Westlicher Honigbiene. Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Wir klagen an! Die obere Fachbehörde NLWKN verwaltet nur noch den Untergang!

 

„Der Abschied von der Natur ist von der Politik längst eingeläutet, Behörden verwalten nur noch den Untergang!“ In welchem raffinierten, in welchem korrupten System wir in diesem Kontext leben, zeigt die Thematik „Rote Listen“ auf! Wir befinden uns mitten im größten Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier. Für den Status Quo sind rote Listen unerlässlich und zeigen unmissverständlich den Handlungsbedarf für die Politik auf.

Das NLWKN als obere Fachbehörde für Naturschutz, schreibt auf seiner Homepage, dass es gem. § 33 NAGBNatSchG für die Erstellung der Roten Listen zuständig sei (Runderlass des MU "Aufgaben der Fachbehörde für Naturschutz", Pkt. 1.3.1.c).

Doch man findet den besagten Runderlass nicht mehr, und im besagten §33 NAGBNatSchG ist diese Aufgabenzuordnung ersatzlos gestrichen.

Schaut man auf den Stand der Roten Liste-Arten, wird klar, dass die obere Fachbehörde hierzu ihre Arbeit offensichtlich eingestellt hat.

Bei bestimmten Arten schon seit über 20 Jahren! Sie verwalten tatsächlich nur noch den Untergang!
Gibt es dagegen massive Proteste, entschlossene Gegenwehr der großen Umweltverbände auf Landes- und Bundesebene? Nein! Warum nicht?


16.04. Die Feldberegnung hat begonnen!

16.04.2020 Heute wurden wir schmerzlich an die nächste anstehende globale Problematik erinnert: Die Feldberegnung hat begonnen und wieder mit veralteter Technik. Feldberegnung wird überwiegend aus dem Grundwasser entnommen und kommen wir in das dritte Dürrejahr in Folge, sind die Bauern dringend darauf angewiesen, um Ernteausfälle zu vermeiden.


Das Problem: Grundwasser darf nur entnommen werden, wenn anhängende Ökosysteme davon nicht betroffen sind. In den letzten zwei Dürrejahren ist das in unserem Landkreis nicht überprüft worden, es gab keinerlei politischen Willen, ein Monitoring vorzunehmen und so litten grundwasserabhängige Biotope, Moore und Lebensräume massiv nicht nur unter fehlenden Niederschlägen und Hitze sondern auch unter den örtlich teils massiven Absenkungen des Grundwassers mit dramatischen Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Der Scooping-Termin Feldberegnung wurde wegen der Corona-Krise verschoben, es liegen Anträge für teils stark erhöhte Entnahmemengen vor!


Ist das noch investigativer Journalismus, LZ?

Unsere Frage an den Chefredakteur, an die Landredaktion der Landeszeitung:

Ist das noch neutraler, investigativer Journalismus, wenn auf Seite 1 ein Jäger zum Tod eines Wolfes zitiert wird, mit                    "EINER WENIGER"?

Bei besonders lobbyträchtigen Bereichen wie die der Jagd stellen wir nur noch eine brave Hofberichterstattung fest!

 

 

Was war passiert?

Da fällt eine streng geschützte Art aus dem Anhang IV der FFH-Richtlinie dem Straßenverkehr zum Opfer und der in diesem Bereich zuständige Jagdausübende Carsten Fuhrhop (ja angeblich anerkannter Naturschützer) darf in dem Bericht auch noch seine persönliche Meinung und Bewertung abgeben. Das ist ein Skandal, weil dessen einseitig aufgeführte Position ohne Gegenposition, beim Leser sich so manifestiert. Mathematisch ist "Einer weniger" sachlich richtig, politisch aus unserer Sicht, eine Provokation!

Es ist die Landeszeitung, die sich im Oktober letzten Jahres verwehrte, Inhalte aus dem offenen Brief der NABU-Kreisgruppe Lüneburg an die Jägerschaft zur Fuchsjagd wieder zugeben, noch der Jägerschaft eine Position abzuringen. Es ist die gleiche Zeitung, die vor ein paar Wochen eine Falschaussage des Vorsitzenden der Jägerschaft Lüneburg abdruckt, in dem unseren 1. Vorsitzenden zu Unrecht formelle Fehler vorgeworfen werden, obwohl man selber bestens unterrichtet war.

Ja, man gibt nur Aussagen der Protagonisten wieder, es ist ja nicht die Meinung der schreibenden Zunft. Aber es lässt Absichten zumindest vermuten, denn es sind immer die gleichen Vertreter einer Lobby, den man diese Freiheiten großzügig einräumt.

Hier der Kurzbericht, der unsere Bewertung untermauert, den Rest findet man dann zwischen den Zeilen:
- Landwirt findet einen toten Wolf – Melbeck. Ein Treckerfahrer hat am Samstag Morgen einen ungewöhnlichen Fund gemacht: Etwa auf Kilometer sieben der B4 zwischen Häcklingen und Melbeck stieß er auf einen überfahrenen Wolf. Das weibliche Tier war etwa anderthalb bis zwei Jahre alt. Woher es stammt ist unklar. Möglicherweise war es Teil des achtköpfigen Rudels, das bereits mehrfach in Melbeck und Umgebung gesichtet wurde. Der Treckerfahrer informierte Jäger Carsten Fuhrhop, auf dessen Grund der Wolf zu Tode gekommen war. Fuhrhop: „Wir haben hier an der Straße oft tote Tiere, Hasen, Dachse, Füchse, Rotwild, aber noch nie einen Wolf.“ Einer weniger, sagt er. „Ich will jetzt gar nicht politisch werden. Ich sehe auch keine Konkurrenz bei der Jagd, es ist genug für alle da. Aber es müsste klare Regeln geben, da wird bislang leider zu sehr gezögert.“


Konfliktgegner zum Konfliktpartner machen!

05.01.2020 Das Land Niedersachsen hatte es sich vor Jahren zum Ziel gesetzt, den Flächenverbrauch auf drei Hektar pro Tag zu verringern. Nach Angaben des Landesamts für Statistik (LSN) wurden zuletzt aber täglich im Schnitt 6,8 Hektar landwirtschaftlich genutzter oder naturbelassener Fläche überbaut. Hinter Thüringen (13 Hektar pro Tag) hat Niedersachsen damit bundesweit den zweitmeisten Verbrauch.

Der Naturschutzbund NABU hat den anhaltenden Flächenverbrauch in Niedersachsen kritisiert. Ähnlich kritische Töne liest man aber auch vom Bauernverband!

Der NABU Lüneburg begrüßt  zwar die berechtigte Kritik seines eigenen Verbandes, sieht aber elementare Defizite in der dabei angewandten Strategie! 

Gerade die Thematik des Flächenverbrauches bietet die Chance, Konfliktgegner zu Konfliktpartnern zu machen!

 

Eine gemeinsame Kampagne mit dem Bauernverband hätte eine viel höhere Wirkung in der Öffentlichkeit gehabt, so aber wirken die einzeln vorgetragenen Kritiken eher wie das Pfeifen im Walde.

Hier braucht es aus Lüneburger NABU-Sicht dringend ein Umdenken!    


Diesen Sonderband 2019/1 "Der Lebensraum"

können Sie sofort bei uns bestellen.

 

Bezugspreis: 8,00€

 

Schicken Sie eine Mail an: christine.horn@vogelkunde-lueneburg.de oder rufen Sie Frau Horn persönlich an (Tel. 04132-46464).


Ignoranz bei der Mehrheit im Stadtrat führt zukünftig zum Hitzekoller in der Innenstadt

Grafik aus: Stadtklimaanalyse der Hansestadt (bearbeitet)

Es ist heiß in der Innenstadt – trotz der Kaltluftleitbahnen aus der Umgebung ins Zentrum. Die Kaltluftleitbahnen im Westen (sogenannter Digital-Campus) und im Osten (Flugplatz) will die Stadtregierung in naher Zukunft weitgehend bebauen. Die Folge? Kaltluft kann nicht mehr ungehindert in die Stadt einströmen, und es wird dort noch heißer.

 

Was machen andere Städte in dieser Situation?

 

Frankfurt: „Kaltluftaustauschwege dürfen nicht verbaut werden, da es sonst zu einer verminderten Frischluftversorgung von Siedlungsbereichen kommen kann.“ (1)

 

Hannover: „Kaltluftleitbahnen haben insbesondere dann eine hohe Bedeutung, wenn sie das Vordringen von Kaltluft in den Innenstadtbereich zu den bioklimatisch höher belasteten Gebieten begünstigen. Eine Bebauung innerhalb der Leitbahnen würde deren Funktion stark einschränken.“ (2)

 

Braunschweig: „Weite Teile des Stadtgebiets werden über die aufgezeigten Kaltluftleitbahnen – deren Funktion durch Bebauung nicht eingeschränkt werden sollte – bzw.  kleinräumige Ausgleichsströmungen durchströmt“ (3)

 

Stadtklimaanalyse Lüneburg: „Entsprechend sollte der Erhalt bzw. die Verbesserung der Durchlüftung durch geeignete Maßnahmen im Fokus stehen und insbesondere die Funktion der Kaltluftleitbahnen erhalten, d.h. auf deren Bebauung verzichtet werden.“ (4)

 

► Mehrheit im Stadtrat Lüneburg: Bebauung der Kaltluftleitbahnen mit Wohnungen und Gewerbe – entgegen dem Vorbild anderer Städte und gegen die Empfehlungen im stadteigenen Klimagutachten.

 

(1) Regionalverband FrankfurtRheinMain: Klimaschutz in der Stadtplanung

(2) Landeshauptstadt Hannover: Leben mit dem Klimawandel – Hannover passt sich an

(3) Stadt Braunschweig: Stadtklimaanalyse Braunschweig 2017

(4) Hansestadt Lüneburg: Stadtklimaanalyse Lüneburg 2018